Schwarzer Heilbutt

Foto: Deutsche See
Foto: Torsten Meyer jun.

 

Beschreibung:

Der Schwarze Heilbutt, auch als Grönländischer Heilbutt bekannt, ist ein Plattfisch, der kalte Gewässer mit einer Temperatur von –1,5 bis 4,5 Grad bevorzugt. Seinen Namen hat er aufgrund der dunklen, braun-schwarzen Färbung erhalten, die im Gegensatz zu anderen Plattfischen sowohl auf der Oberseite als auch auf der „Blindseite“ seines Körpers vorhanden ist. Die beidseitig dunkle Färbung ist auch das unverkennbare Unterscheidungsmerkmal zu seinem engsten Verwandten, dem Weißen Heilbutt. Der Schwarze Heilbutt hat einen eher gestreckten Körper, der bis zu 120 Zentimeter lang und 15 Kilogramm schwer werden kann. Er schwimmt in Tiefen von 200 bis 2000 Metern, zuweilen auch aufrecht. In diesem Fall ist er durch seine dunkle Unterseite besser im Wasser getarnt, als er es mit der typisch schneeweißen Blindseite anderer Plattfische wäre. Der Schwarze Heilbutt ist ein rechtsäugiger Plattfisch. Schaut man auf die Oberseite, zeigt der Kopf nach rechts und er schwimmt somit auf der linken Seite. Er ernährt sich von Fischen wie Kabeljau, kleineren Barscharten und Garnelen. Der Schwarze Heilbutt lebt sowohl am Meeresboden als auch in den höheren Gewässerschichten der offenen See. Der Fisch steht in den nordischen Ländern an Steilküsten oft senkrecht mit dem Kopf nach oben nahe der Wasseroberfläche. Die norwegischen Laichgebiete liegen überwiegend im oberen Teil des Festlandsockels der Vesteralen und reichen bis zur Bäreninsel.

 

Vorkommen:

Der Fisch kommt im Nordatlantik von England bis zum Norden Norwegens, um Island und das östliche Grönland herum vor, außerdem von Neufundland bis zum nordwestlichen Grönland und im nördlichen Teil des Pazifiks in der Sagami Bucht, dem Japanischen Meer, der Beringsee und entlang der pazifischen Küste Nord Amerikas bis nach Mexiko.

 

Fangmethoden:

Der Bestand von Schwarzem Heilbutt ist seit zehn Jahren unverändert niedrig, so dass der Fang strengen Auflagen unterliegt, um so den norwegischen Bestand an grönländischem Heilbutt zu vergrößern. Typische Fanggeräte sind Langleinen und Grundschleppnetze. Wichtige Fangplätze sind die steil abfallenden Küstenregionen des Kontinentalsockels bei „Prinz-Karl-Vorland“, einer vor Spitzbergen gelegenen, norwegischen Insel.

 

Saison:

In Europa wird der Schwarze Heilbutt von Juni bis August gefangen.

 

Geschmack:

Das Fleisch des Schwarzen Heilbutts ist weiß und zart und gilt als Delikatesse. Heilbutt ist ein sehr fettreicher Fisch. In Deutschland wird er meistens heißgeräuchert in Mittelstücken angeboten, ist aber auch frisch und tiefgefroren erhältlich.

 

Zubereitung:

Das Fleisch des Heilbutts ist leicht wässrig, deshalb bekommt ihm das Räuchern, bei dem er ein wenig trocknet, besonders gut. Geräucherten Heilbutt kann man sehr schön in Form von Salaten, Terrinen oder Mousse weiterveredeln. Schwarzer Heilbutt wird eher selten frisch angeboten, eignet sich aber ausgezeichnet zum Grillen, Braten und Dämpfen.

 

Schon gewusst...

... dass nicht der Zufall entscheidet, auf welche Seite das eine Auge bei einem Plattfisch wandert? Der Heilbutt ist immer ein rechtsäugiger Plattfisch. Das bedeutet, wenn man auf die Oberseite schaut, zeigt der Kopf nach rechts und der Fisch schwimmt somit auf der linken Seite. Zoologisch ist die Familie der „Butte“ linksäugig. Somit gehört der Heilbutt wissenschaftlich betrachtet zur Familie der „rechtsäugigen“ Schollen.

 

Nährwerte
100 g Schwarzer Heilbutt
(verzehrbarer Anteil)
 
Energie
598 Kilojoule
144 Kilokalorien

Grundzusammensetzung
Wasser: 75,7 %
Eiweiß: 13,2 %
Fett: 10,1 %

Fettsäuren
EPA: 255 mg
DHA: 387 mg

Mineralstoffe
Natrium: 86 mg
Kalium: 345 mg
Calcium: 19 mg
Magnesium: 22 mg

Spurenelemente
Jod: 22 µg
Selen: k. A.
Zink: k. A.

Vitamine
Vitamin B12: 1.0 µg
Vitamin D: 15 µg

 

Quelle: Deutsche See