Seeteufel

Foto: Deutsche See
Foto: Gerhard Honnens

 

Beschreibung:

Weltweit gibt es mindestens sieben verschiedene Seeteufelarten, die sich in ihren biologischen Daten wie Größe und Alter erheblich unterscheiden. In Europa sind zwei Arten heimisch, der Lophius piscatorius und Lophius budegassa, wobei vor allem der erstgenannte in Deutschland vermarktet und im Folgenden beschrieben wird.
Der Seeteufel ist ein Raubfisch, vor dem sich vor allem in Bodennähe lebende Fische wie Rochen oder Seeaal in Acht nehmen müssen. Er hat einen Rückflossenstrahl, den er wie eine Angel einsetzt, um seine Beute anzulocken. Sind die Opfer in Reichweite, schnappt er mit seinem riesigen Maul zu. Er kann Beutetiere verschlingen, die fast so groß sind, wie er selbst. Spitze Zähne, die nach innen ausgerichtet sind, verhindern, dass einmal Gefangenes wieder entkommt.
Manche bezeichnen den Seeteufel als einen der hässlichsten Fische des Meeres. Sein extrem breiter Kopf wirkt im Vergleich zum Rest des Körpers überproportional groß. Er hat winzige Augen, was ihn noch befremdlicher wirken lässt. Die weiche Haut des Seeteufels hat keine Schuppen, stattdessen aber zahlreiche Knubbel und Auswüchse, die den Fisch auch nicht gerade hübscher machen. Seeteufel können bis zu zwei Meter lang werden, jedoch beträgt die durchschnittliche Größe der hierzulande verkauften Tiere „nur“ rund einen Meter.
Muttertiere laichen rund eine Million Eier ab, die dann frei im Meer schwimmen und durch die Strömung sehr weit verteilt werden. Die Larven bevorzugen zunächst die hohe See als Lebensraum und wandern erst später in flachere Bereiche ab.

 

Vorkommen:

Seeteufel sind am häufigsten im Nordatlantik, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer zu finden. Das Hauptfanggebiet für die auf dem deutschen Markt angebotenen Fische ist der Nordostatlantik.

 

Fangmethoden:

Seeteufel werden in der Regel mit Schleppnetzen oder Langleinen gefangen. Ein besonderes Merkmal ist, dass die Tiere sofort nach dem Fang noch an Bord ausgenommen und oft auch enthäutet werden, um sie für den schnellen Verkauf vorzubereiten. Wegen ihres unansehnlichen Äußeren werden Seeteufel nur selten im Ganzen verkauft.

 

Saison:

Auf dem Fischmarkt ist Seeteufel das ganze Jahr über im Angebot.

 

Geschmack:

Das Fleisch des Seeteufels ist sehr fest und besitzt ein vorzügliches Aroma. Es ist bis auf die Wirbelsäule völlig frei von Gräten und lässt sich deshalb extrem entspannt essen.

 

Zubereitung:

Das delikate und etwas elastische Fleisch des Seeteufels ist für fast jede Art der Zubereitung geeignet, weil es beim Garen kaum zerfällt. Mann kann es braten, grillen oder schmoren, aber auch in gewürztem Sud pochieren oder in wenig Fett dünsten. Der Fisch ist exzellent zum Grillen geeignet, weil sein Fleisch nicht so leicht zerfällt. Er wird sehr gern als Kotelette serviert, man kann den Seeteufelschwanz aber auch im Ganzen wie einen Braten auf einem Gemüsebett im Ofen schmoren. Seeteufel muss vor dem Garen immer gehäutet werden!

 

Schon gewusst...

...dass man den Seeteufel als „Zwiebel des Meeres“ bezeichnen könnte? Er hat wie das Gemüse sieben Häute, die ihn vor Kälte schützen.

 

Tipps

Beim Kauf besonders penibel auf absolute Frische achten, die man vor allem am quasi nicht vorhandenen Geruch erkennt. Das Fleisch des Seeteufels ist sehr schnell verderblich.

 

Nährwerte
100 g Seeteufel
(verzehrbarer Anteil)
 
Energie
278 Kilojoule
66 Kilokalorien

Grundzusammensetzung
Wasser: 83,5 %
Eiweiß: 14,9 %
Fett: 0,67 %

Fettsäuren
EPA: 49 mg
DHA: 212 mg

Mineralstoffe
Natrium: 109 mg
Kalium: 235 mg
Calcium: k. A.
Magnesium: k. A.

Spurenelemente
Jod: 27 µg
Selen: k. A.
Zink: 310 µg
 
Vitamine
Vitamin B12: k. A.
Vitamin D: k. A.

 

Quelle: Deutsche See