... bezauberndes Vollerwiek

Vollerwiek ist 463.0953 ha groß, hat 223 Einwohner und liegt im Süden

der Halbinsel Eiderstedt zwischen dem Eidersperrwerk und

St. Peter-Ording. 

Wenige Kilometer nördlich verläuft die Bundesstrasse 202 von Tönning

nach Sankt Peter. Das Gemeindegebiet Vollerwiek ist ein anerkannter

Erholungsort und ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Der Name Vollerwiek wird von verschiedenen  Chronisten unterschiedlich gedeutet. Die einleuchtendste Begründung liefert Propst F. Feddersen. Er leitet "Wiek" von "Einweich" ab und kommt auf "volle Einweich", eine große, tiefe Bucht – also Hafen. Die Meier’sche Karte von 1240 weist für dieses Gebiet einige Buchten (Prielmündungen) aus, die durchaus für damalige Verhältnisse als Hafen genutzt worden sein können. Der Fremdenverkehr spielt in der Gemeinde Vollerwiek eine große Rolle. Von daher wurde bereits im Jahre 1968 der Fremdenverkehrsverein gegründet.

Viele Gründe sprechen für einen Aufenthalt in Vollerwiek. Bei den meisten hat die Natur ein gewichtiges Wort mitzureden. Denn sie bestimmt nicht nur das Lebensgefühl und den hohen Erholungswert des anerkannten Erholungsortes. "Mutter Natur" ist oft auch für die landschaftlichen Besonderheiten von Vollerwiek verantwortlich. Das zeigt sich in der Kraft von Wasser und Wind, die nicht müde werden, die maritime Silhouette beständig neu zu zeichnen. Das lässt sich bei der Begegnung mit der reichen Pflanzen- und Tierwelt zwischen Watt und Deich empfinden. Und das hat seinen Ausdruck sogar in mancher herausragenden Einzigartigkeit.

Das Wattenmeer vor Vollerwiek ist Teil des riesigen maritimen Ökosystems, das sich von den dänischen Küsten entlang der deutschen Nordsee bis in die Niederlande erstreckt. Auf 4500 Quadratkilometer beziffern Fachleute die gesamte Fläche. Welche Lebensvielfalt dort beheimatet ist, veranschaulicht der zu Vollerwiek gehörende Ausschnitt höchst eindrucksvoll. Anders als der Laie denken könnte, ist das Watt keineswegs „ausgestorben", wenn das Wasser bei Ebbe zurückweicht. Zahllose Tiere tolerieren unverdrossen das Hin und Her der Gezeiten. Da gibt es Plattfische und Grundeln, Würmer und Insekten, Krebse und Krabben, Seeigel und Seesterne. Bis zu 70 Vogelarten lockt dieses gehaltvolle Nahrungsangebot an.

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Fotos:  Dieter Martens, Wolf Kramarz, Gerhard Honnens