Priele & Watt

Ein besonders markantes Zeichen für die ständigen Einwirkungen des Meeres auf die Landschaftsgestalt sind die Priele im Watt. Dabei handelt es sich um natürliche Wasserrinnen, die bei Flut und Ebbe gefüllt und geleert werden.

Je nach Strömungsrichtung und -intensität werden Sand und Schlick wegtransportiert oder angeliefert. Das hat zur Folge, dass sich der Verlauf der Priele permanent verlagert. Innerhalb eines Jahres "wandern" die Wasserrinnen oft viele Meter seitwärts, vergrößern sich oder verschwinden auch völlig. Das Watt vor Vollerwiek weist etliche große Priele auf.

Das Meer hat bekanntlich seine eigenen Gesetze, denen es ohne Rücksicht auf menschliche Gepflogenheiten folgt. Deshalb sollten Sie bei einer Wattwanderung verschiedene Regeln beherzigen. Am besten vertrauen Sie sich einem erfahrenen Wattführer an; dann sind sie vor Fehleinschätzungen der Witterung und der Gezeiten sicher.

Wollen Sie dennoch auf eigene faust wandern, so starten Sie am besten zwei Stunden vor Niedrigwasser, niemals aber bei auflaufendem Wasser.

Berechnen Sie sorgfältig die Zeit für den Rückweg, bevor Sie loswandern und bedenken Sie, dass die Priele zuerst voll laufen und Sie möglicherweise vom Festland abschneiden. Grundsätzlich sollten Sie nur bei klarer Sicht und gutem Wetter unterwegs sein; in jedem Fall kann der Aufenthalt im Watt lebensgefährlich sein.

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